Das sind wir

Terminkalender

<< Mai 2018>>
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
   1  2  3  4  5  6
  7  8  910111213
14151617181920
21222324252627
28293031   

Mitgliederversammlung 24.10.2015



Neuwahlen standen neben einem umfangreichen Jahresrückblick sowie der „Vorfreude auf den neuen Narrenkeller“ im Mittelpunkt der jüngsten Jahreshauptversammlung der Narrenzunft "Germania" Sasbachwalden 1928 e.V. Zahlreiche Mitglieder, unter ihnen auch Bürgermeister Valentin Doll, waren der Einladung zur alljährlichen Manöverkritik der Saschwaller Narren in die Vereinsproberäume des Feuerwehrhauses gefolgt.


„Die Generalversammlung soll eine Informationsbörse für die Mitglieder sein, einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr bieten und zugleich aber auch Vorschau auf die kommende Fastnacht sein. Viele Aktivitäten sind notwendig, um die Vereinstätigkeit attraktiv zu gestalten, zu fördern und auch weiterzuentwickeln“, so Zunftmeister und Vorstand Markus Bruder nach der einleitenden Begrüßung und dem Totengedenken zur Eröffnung der Versammlung. Gemäß dem Wahlspruch „Fastnacht ist Kultur“ habe die Narrenzunft an der vergangenen Fasent 2015 wieder einiges für die Allgemeinheit geboten. Das überlieferte Fastnachtsbrauchtum zu hegen und zu pflegen werde auch in Zukunft an erster Stelle der Aktivitäten des Vereins stehen, so der Vorsitzende. Doch nicht nur Begeisterung für die Fastnacht, sondern auch großes Engagement für die Kameradschaft innerhalb des Vereins präge die Saschwaller Narrenzunft, die sich um ihre Zukunft auch weiterhin keine Sorgen zu machen brauche. Dies zeige insbesondere die weiterhin erfreuliche Entwicklung der Kinder- und Jugendgruppe. Unter der Leitung von Tanja Hils und Petra Decker ist die Schar der Jungnarren mittlerweile auf eine stattliche Anzahl Kinder- und Jugendlicher angewachsen.

Zunftschreiber Andreas Moser verlas anschließend den umfassenden Rückblick auf das Vereinsgeschehen des vergangenen Jahres. Die Aufzeichnungen berichteten von der Teilnahme am Hochrhein-Narrentreffen in Waldshut, dem „Schmutzigen Durschdi“ mit dem Wecken der närrischen Bevölkerung und der Stürmung des Sasbachwaldener Rathauses, über das bekannte „Saschwaller Narrendorf“, bis hin zur Schudiverbrennung in der Nacht zum Aschermittwoch. Aber auch eine Sommer-Wanderung sowie das alljährliche Freundschaftstreffen mit der Patenzunft „Otterschwierer Leimewängscht“ standen auf dem Programm des abgelaufenen Jahres. Nicht zu vergessen im April die Arbeitstagung der Südwestdeutschen-Fastnachtsverbände (ARGE), an deren Ausrichtung im Kurhaus „Alde Gott“ die Narrenzunft mit beteiligt war.

Eine lückenlose Aufstellung der Ein- und Ausgaben sowie einen ausführlichen Kassenbericht ließ Zunftkassiererin Tina Fischer folgen. Eine saubere und vorbildliche Kassenführung bescheinigten die Kassenprüfer durch ihren Sprecher Jörg Huber der Geldverwalterin der Narren, so dass ihre Entlastung sowie auch die des Gesamtvorstandes eine reine Formsache war.

Bürgermeister Valentin Doll überbrachte die Grüße der Gemeinde Sasbachwalden und brachte die große Wertschätzung zum Ausdruck, welche die Zunft genieße. Mit dem neuen Narrenkeller den die Narrenzunft demnächst beziehen könne wird nun nach langer Wartezeit eigenes Vereinsheim geschaffen, welches sehr wertvoll für das zukünftige Vereinsleben sein werde. Er dankte der Narrenzunft für ihre Tätigkeit zur Pflege von Narretei und Brauchtum im Ort. Und vergaß auch nicht die Brauchtumsgruppe zu erwähnen, die in den Sommermonaten sehr aktiv sei und die Betreuung der Führungen in der historischen Straubenhöfmühle als besondere Aufgabe übernommen hat. Auch beim Erntedank- und Weinfest, als dem größten Fest im Ort, könne man alljährlich auf die bewährte Mitarbeit der Narrenzunft zählen.

Bei den anschließenden Wahlen für den insgesamt zwölf Mitglieder zählenden Narrenrat (Vorstandschaft) standen acht Posten turnusmäßig zur Neuwahl an. Bürgermeister Valentin Doll wurde zum Wahlleiter ernannt und waltete in bewährter Weise seines Amtes. Die drei bisherigen Zunftmeister Markus Bruder, Ingrid Straub und Philipp Panther wurden in offener Wahl einstimmig erneut zu Zunftmeistern als Dreier-Führungsspitze der Narrenzunft gewählt. Nachdem sich die Zunftkassiererin Tina Fischer und das Oberglunkerle Yvonne Blust nicht mehr zur Wahl stellten, galt es hier jeweils eine Nachfolge zu finden. Mit der Wahl von Karl-Heinz Blust als neuem Zunftkassier und André Dufner als neuem Oberglunkerle war das Gremium aber rasch wieder komplett. Weiter galt es, den Germanikus als Anführer der Germanen und zwei Narrenräte (Beisitzer) neu zu wählen, die insbesondere für den technischen Bereich zuständig sind. Hier wurden den bewährten Amtsinhabern Markus Berger als Germanikus sowie Alexander Decker II, und Daniel Doll als Narrenräte ebenfalls einstimmig wieder das Vertrauen ausgesprochen.

Anschließend gab es für die Mitglieder noch einige Informationen zum aktuellen Stand des neuen „Narrenkellers“ der Narrenzunft im Untergeschoss des sich im Umbau befindlichen Rathauses. Nach dem Brand des Rathauses vor mittlerweile zwei Jahren wurde von Seiten der Gemeinde der Narrenzunft der Rathauskeller als Vereinsheim angeboten. In diesen Räumlichkeiten werden momentan von den Vereinsmitgliedern in Eigenleistung diverse Ausbauarbeiten durchgeführt. So dass in naher Zukunft der Narrenzunft ein großer Versammlungsraum, samt Lagerkapazitäten, Kleiderkammer und Archiv zur Verfügung stehen wird. Diese „neue Heimat“ wird dem Verein wichtige Impulse für das Vereinsleben und die Tätigkeit in Sachen Brauchtum geben. Nach einigen Wünschen und Anfragen anwesender Mitglieder und einem kurzen Ausblick auf die kommende „Saschwaller Fasent 2016“ wurde die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung geschlossen.